{"id":15400,"date":"2026-09-30T16:46:27","date_gmt":"2026-09-30T14:46:27","guid":{"rendered":"https:\/\/actongroup.com\/?p=15400"},"modified":"2026-10-01T12:02:12","modified_gmt":"2026-10-01T10:02:12","slug":"zeitwirtschaft-workforce-management","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actongroup.com\/de\/zeitwirtschaft-workforce-management\/","title":{"rendered":"Von der Zeitwirtschaft zum Workforce Management: Was sich durch die Personaleinsatzplanung ver\u00e4ndert\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Zeitwirtschaft ist heute ein weitgehend ausgereifter Markt. Die grundlegenden Funktionen sind bekannt, die Angebote erscheinen \u00e4hnlich und die Unterschiede zwischen den Anbietern sind \u00fcber klassische Funktions\u00fcbersichten hinaus teilweise schwer zu erkennen. Gleichzeitig bieten einige L\u00f6sungen weitergehende Funktionen f\u00fcr die Personaleinsatzplanung, Prognosen oder k\u00fcnstliche Intelligenz, die h\u00e4ufig unter dem Begriff Workforce Management zusammengefasst werden.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcr Unternehmen, die eine L\u00f6sung ausw\u00e4hlen oder ersetzen m\u00fcssen, wird die Entscheidungsfindung dadurch komplexer. Nicht jede neue Funktion ver\u00e4ndert gleicherma\u00dfen die F\u00e4higkeit einer Software, die Anforderungen und Rahmenbedingungen einer Organisation abzubilden. Ebenso rechtfertigt nicht jede Innovation denselben Investitions- oder Komplexit\u00e4tsgrad.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Herausforderung besteht daher heute darin, zu verstehen, wo die wesentlichen Unterschiede zwischen den L\u00f6sungen liegen, wodurch sie entstehen und in welchen Situationen oder Branchen sie tats\u00e4chlich entscheidend werden.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:clamp(0.875rem, 0.875rem + ((1vw - 0.2rem) * 0.773), 1.3rem);\"><strong>Arbeitszeiterfassung: Eine Standardfunktion der Zeitwirtschaft<\/strong>\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Standardfunktion der Zeitwirtschaft ist klar etabliert: gesetzlich relevante Warnmeldungen berechnen und ausgeben, geleistete Arbeitszeiten berechnen, die entsprechenden Regeln anwenden und die Ergebnisse in Zeitkonten, Abwesenheiten, Dienstpl\u00e4nen oder der Entgeltabrechnung abbilden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Funktion erf\u00fcllt zugleich rechtliche Anforderungen. Auch wenn sich die gesetzlichen Vorgaben von Land zu Land unterscheiden, m\u00fcssen Unternehmen grunds\u00e4tzlich in der Lage sein, Arbeitszeiten entsprechend den jeweils geltenden Vorschriften zu erfassen, zu kontrollieren und nachzuweisen. Zuverl\u00e4ssigkeit, Nachvollziehbarkeit und Verf\u00fcgbarkeit der Daten geh\u00f6ren mittlerweile zu den grundlegenden Anforderungen in europ\u00e4ischen Arbeitsumgebungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Recht schreibt nicht zwingend den Einsatz einer bestimmten Software vor. Es verlangt jedoch, dass Informationen zur Arbeitszeit bereitgestellt, nachvollzogen und abgesichert werden k\u00f6nnen. Zeitwirtschaftsl\u00f6sungen unterst\u00fctzen dabei, indem sie eine Vielzahl von Regeln zu Arbeitszeiten, Ruhezeiten, Abwesenheiten oder Verg\u00fctung konsistent auf teilweise sehr gro\u00dfe Mitarbeitergruppen anwenden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dieser Grundlage ist der Markt zunehmend gereift. Bei Standardfunktionen wie Mitarbeiterstammdaten, Self Services, Abwesenheitsmanagement oder Organisationsverwaltung besteht heute eine hohe Vergleichbarkeit zwischen den L\u00f6sungen. Diese Reife ist jedoch nicht in allen Bereichen gleich ausgepr\u00e4gt. W\u00e4hrend das Abwesenheitsmanagement einen hohen Reifegrad erreicht hat, k\u00f6nnen bei fortgeschrittenen Funktionen Unterschiede von bis zu 40 Prozentpunkten zwischen den L\u00f6sungen bestehen, insbesondere bei der Abbildung spezifischer Regelwerke oder der Personaleinsatzplanung unter komplexen Rahmenbedingungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklung der Zeitwirtschaft ist daher keineswegs abgeschlossen. Da die klassischen Funktionen mittlerweile weitgehend abgedeckt sind, zeigen sich die wesentlichen Unterschiede zwischen den L\u00f6sungen vor allem dort, wo komplexere Anforderungen bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:clamp(0.875rem, 0.875rem + ((1vw - 0.2rem) * 0.773), 1.3rem);\"><strong>Von der Zeitwirtschaft zur Personaleinsatzplanung unter komplexen Rahmenbedingungen<\/strong>\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau in solchen Situationen beginnt sich die Rolle der Software zu ver\u00e4ndern. Bei regelm\u00e4\u00dfigen Arbeitszeiten, stabilen Teams und einem vorhersehbaren Arbeitsaufkommen sind f\u00fcr die Erstellung eines Dienstplans relativ wenige Abw\u00e4gungen erforderlich. Die Komplexit\u00e4t steigt jedoch deutlich, sobald Faktoren wie Saisonalit\u00e4t, mehrere Standorte, Zeitarbeit, Bereitschaftsdienste, Prognosen, Vertretungen, spezifische Qualifikationen oder kurzfristige Schwankungen der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit zusammenkommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehmen wir als Beispiel eine Genossenschaft, die innerhalb eines Monats rund 500 Saisonarbeitskr\u00e4fte integrieren muss. Die Anlage der Mitarbeiterdaten, die Arbeitszeiterfassung und die \u00dcbergabe der relevanten Informationen an die Entgeltabrechnung geh\u00f6ren zur klassischen Zeitwirtschaft. Die Verteilung der Saisonarbeitskr\u00e4fte entsprechend dem t\u00e4glichen Personalbedarf, ihrer Verf\u00fcgbarkeit und den geltenden Arbeitszeitregelungen geh\u00f6rt dagegen bereits zum Workforce Management.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Software dient dann nicht mehr ausschlie\u00dflich dazu, geleistete Arbeitszeiten zu erfassen und zu verarbeiten. Sie unterst\u00fctzt das Unternehmen dabei, die f\u00fcr die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit ben\u00f6tigten Personalkapazit\u00e4ten im Voraus zu organisieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Personaleinsatzplanung bildet damit den \u00dcbergang zwischen beiden Bereichen. Dabei darf sie nicht auf die automatische Erstellung eines Dienstplans reduziert werden. Eine Personaleinsatzplanung unter komplexen Rahmenbedingungen muss mehrere Parameter gleichzeitig ber\u00fccksichtigen: ben\u00f6tigte Mitarbeiterzahl, erforderliche Qualifikationen, maximale Arbeitszeiten, Ruhezeiten sowie Verf\u00fcgbarkeiten oder Pr\u00e4ferenzen der Besch\u00e4ftigten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziel ist nicht mehr nur, einen formal g\u00fcltigen Dienstplan zu erstellen, sondern die verf\u00fcgbaren Personalkapazit\u00e4ten m\u00f6glichst optimal mit dem tats\u00e4chlichen Personalbedarf in Einklang zu bringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau auf dieser Ebene k\u00f6nnen zwei auf den ersten Blick vergleichbare L\u00f6sungen sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern. Bei einer L\u00f6sung k\u00f6nnen bereits eine Abwesenheit oder eine Ausnahme zahlreiche manuelle Eingriffe erforderlich machen, w\u00e4hrend eine andere automatisch einen neuen Planungsvorschlag berechnen und dabei die verschiedenen Rahmenbedingungen sowie deren Wechselwirkungen ber\u00fccksichtigen kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vergleich der L\u00f6sungen sollte daher methodisch und kritisch erfolgen. Eine Funktionsmatrix erm\u00f6glicht es, offensichtlich ungeeignete L\u00f6sungen auszuschlie\u00dfen, reicht aber zunehmend weniger aus, um zwischen den finalen Anbietern zu unterscheiden. Realistische Anwendungsszenarien oder Proofs of Concept (PoC) erm\u00f6glichen es einem Unternehmen dagegen, seine tats\u00e4chlichen komplexen Anwendungsf\u00e4lle abzubilden und sind damit der beste Indikator daf\u00fcr, welches Niveau an Workforce Management tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:clamp(0.875rem, 0.875rem + ((1vw - 0.2rem) * 0.773), 1.3rem);\"><strong>HR-Daten und operativer Bedarf: Neue Anforderungen an die Personaleinsatzplanung<\/strong>\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je mehr Rahmenbedingungen die Personaleinsatzplanung ber\u00fccksichtigen muss, desto st\u00e4rker ist sie von einer Vielzahl unterschiedlicher Daten abh\u00e4ngig. Diese m\u00fcssen nicht nur zuverl\u00e4ssig sein, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt zur Verf\u00fcgung stehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den traditionell im HR-System verwalteten Informationen wie Vertrag, organisatorische Zuordnung, Abwesenheiten, Arbeitszeitregelungen oder Qualifikationen kommen zunehmend Daten aus dem operativen Gesch\u00e4ft hinzu: beispielsweise Prognosen des Arbeitsaufkommens, Produktionsmengen, Besucherzahlen eines Standorts oder, abh\u00e4ngig von der jeweiligen Branche, Belegungsquoten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u00dcbergang zum Workforce Management erweitert somit den Informationsumfang, der f\u00fcr die Personaleinsatzplanung ben\u00f6tigt wird. Die Software muss HR-Daten weiterhin korrekt verarbeiten, sie gleichzeitig aber mit operativen Daten zusammenf\u00fchren k\u00f6nnen, um den Personalbedarf zu bestimmen und den Personaleinsatz an den tats\u00e4chlichen Bedarf der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit anzupassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit steigen die Anforderungen an Integration, Datenfluss und Datenkonsistenz zwischen den verschiedenen Komponenten der HR-Systemlandschaft. Ein Dienstplan, der auf einem veralteten Vertrag, einer nicht \u00fcbertragenen Abwesenheit oder einer falsch hinterlegten Qualifikation basiert, kann technisch korrekt und operativ trotzdem unbrauchbar sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso muss beispielsweise eine \u00c4nderung innerhalb der Zeitwirtschaft zuverl\u00e4ssig bis zu den variablen Bestandteilen der Entgeltabrechnung weitergegeben werden, ohne dass mehrere konkurrierende Versionen derselben Information entstehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Qualit\u00e4t der Architektur h\u00e4ngt dabei weniger von der Anzahl verf\u00fcgbarer Schnittstellen ab als von der Art und Weise, wie die Daten gesteuert werden. F\u00fcr jede Information muss festgelegt werden, welche Anwendung das f\u00fchrende System ist, nach welchen Regeln Aktualisierungen erfolgen und wie die Daten an die anderen betroffenen Systeme weitergegeben werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwierigkeiten entstehen insbesondere dann, wenn mehrere Systeme dieselben Daten ver\u00e4ndern k\u00f6nnen oder Verantwortlichkeiten nicht klar definiert sind. Diese Herausforderungen nehmen weiter zu, wenn die Personaleinsatzplanung zus\u00e4tzlich Daten aus unterschiedlichen operativen Systemen einbezieht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je st\u00e4rker die Software im Vorfeld in die Organisation der Arbeit eingreift, desto st\u00e4rker h\u00e4ngt ihre Leistungsf\u00e4higkeit somit sowohl von ihren Berechnungsfunktionen als auch von der Qualit\u00e4t der zugrunde liegenden Daten ab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:clamp(0.875rem, 0.875rem + ((1vw - 0.2rem) * 0.773), 1.3rem);\"><strong>Optimierung, Prognose und Interaktion: Was KI tats\u00e4chlich beitr\u00e4gt<\/strong>\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kombination aus Daten und leistungsf\u00e4higen Berechnungsmethoden erm\u00f6glicht fortgeschrittene Prognose- und Optimierungsfunktionen. Hinzu kommen mittlerweile verschiedene Einsatzm\u00f6glichkeiten k\u00fcnstlicher Intelligenz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">KI ist jedoch weder der Ausgangspunkt dieser Entwicklung noch allein ein ausreichendes Kriterium, um eine klassische Zeitwirtschaft von einer Workforce-Management-L\u00f6sung zu unterscheiden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um ihren tats\u00e4chlichen Beitrag zu verstehen, sollten drei Bereiche unterschieden werden:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Optimierung:<\/strong> Planungsalgorithmen nutzen bereits seit Langem Methoden des Operations Research, um einen Dienstplan unter Ber\u00fccksichtigung verschiedener Rahmenbedingungen zu berechnen. Dies ist nicht zwangsl\u00e4ufig k\u00fcnstliche Intelligenz.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Prognose:<\/strong> Auf Basis historischer Daten k\u00f6nnen Modelle das zuk\u00fcnftige Arbeitsaufkommen absch\u00e4tzen, bestimmte Personalbedarfe antizipieren oder wiederkehrende Abweichungen erkennen und damit die Personaleinsatzplanung verbessern.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Interaktion:<\/strong> Generative KI erm\u00f6glicht es, Anwendungen in nat\u00fcrlicher Sprache abzufragen, einen Zeitkontostand erkl\u00e4ren zu lassen oder F\u00fchrungskr\u00e4fte bei der Bearbeitung einer Auff\u00e4lligkeit zu unterst\u00fctzen.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Unterscheidung ist insbesondere wichtig, um bereits etablierte und teilweise hochentwickelte Planungsalgorithmen nicht mit den neueren M\u00f6glichkeiten generativer KI gleichzusetzen. Ein Conversational Assistant allein macht aus einer Zeitwirtschaftsl\u00f6sung noch keine Workforce-Management-L\u00f6sung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besondere Aufmerksamkeit ist dagegen erforderlich, wenn KI bei Entscheidungen \u00fcber Besch\u00e4ftigte eingesetzt wird. Regulierungen rund um k\u00fcnstliche Intelligenz widmen solchen Anwendungsf\u00e4llen zunehmend besondere Aufmerksamkeit. Der europ\u00e4ische AI Act stuft beispielsweise bestimmte Anwendungen im Bereich Besch\u00e4ftigung und Workforce Management als Hochrisiko-Systeme ein, insbesondere wenn sie dazu dienen, Aufgaben auf Grundlage des Verhaltens oder pers\u00f6nlicher Merkmale zuzuweisen oder die Leistung von Besch\u00e4ftigten zu \u00fcberwachen und zu bewerten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jede in einer HR-L\u00f6sung integrierte KI-Funktion f\u00e4llt in diese Kategorie. Entscheidend sind ihr konkreter Zweck und ihre Rolle innerhalb des Entscheidungsprozesses.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dasselbe Prinzip gilt allgemeiner f\u00fcr fortgeschrittene Workforce-Management-Funktionen: Ihr Mehrwert liegt nicht in ihrer technologischen Komplexit\u00e4t, sondern darin, ob sie die Art und Weise, wie eine Organisation ihre Ressourcen plant, Entscheidungen trifft und ihren Personaleinsatz anpasst, tats\u00e4chlich verbessert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:clamp(0.875rem, 0.875rem + ((1vw - 0.2rem) * 0.773), 1.3rem);\"><strong>Auswahl einer Zeitwirtschaftsl\u00f6sung: Die organisatorische Reife entscheidet mit<\/strong>\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/actongroup.com\/de\/act-on-germany\/\">Die Weiterentwicklung von der Zeitwirtschaft hin zum Workforce Management <\/a>bedeutet nicht, dass jedes Unternehmen seinen funktionalen Umfang erweitern muss. Sie macht vielmehr eine pr\u00e4zisere Qualifizierung des tats\u00e4chlichen Bedarfs erforderlich.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je st\u00e4rker eine Organisation arbeitsrechtliche und tarifliche Rahmenbedingungen, schwankende Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit, unterschiedliche Mitarbeitergruppen und h\u00e4ufige Planungsentscheidungen miteinander verbinden muss, desto gr\u00f6\u00dfer kann der Nutzen fortgeschrittener Funktionen sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umgekehrt kann die Einf\u00fchrung zus\u00e4tzlicher Prognose-, Optimierungs- oder Automatisierungsfunktionen in einer organisatorisch noch nicht darauf vorbereiteten Umgebung bestehende Komplexit\u00e4t lediglich verlagern, statt sie zu reduzieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Projekt f\u00fcr Zeitwirtschaft und Personaleinsatzplanung sollte daher nicht ausschlie\u00dflich als Softwareauswahl betrachtet werden. Es betrifft ebenso das zugrunde liegende Steuerungsmodell: die Qualit\u00e4t von Regeln und Daten, die Verantwortlichkeiten f\u00fcr diese Daten, den Entscheidungsspielraum der F\u00fchrungskr\u00e4fte, das Zusammenspiel zwischen zentralen und lokalen Entscheidungen sowie zwischen HR und operativen Bereichen und schlie\u00dflich die F\u00e4higkeit der Organisation, die von der Software erzeugten Empfehlungen tats\u00e4chlich zu nutzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Unternehmen k\u00f6nnen mit derselben Software sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen, abh\u00e4ngig davon, wie diese organisatorischen Voraussetzungen gestaltet wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Auswahl einer Zeitwirtschaftsl\u00f6sung m\u00fcssen deshalb zwei Reifegrade miteinander abgeglichen werden: die Reife der Software und die Reife der Organisation, die sie einsetzen soll.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine hochentwickelte Planungsengine bringt wenig, wenn die zugrunde liegenden Daten instabil sind, Entscheidungen weiterhin informell getroffen werden oder F\u00fchrungskr\u00e4fte nicht in der Lage sind, auf die Empfehlungen des Systems zu reagieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sind diese Voraussetzungen dagegen gegeben, kann Workforce Management die klassische Zeitwirtschaft von einem prim\u00e4r auf Arbeitszeiten ausgerichteten System zu einem Instrument weiterentwickeln, das deutlich st\u00e4rker mit der operativen Steuerung des Unternehmens verbunden ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die passende L\u00f6sung ist daher nicht diejenige, die m\u00f6glichst viele Anwendungsf\u00e4lle abdeckt, sondern diejenige, deren Komplexit\u00e4tsgrad zu den tats\u00e4chlichen Anforderungen der Organisation und zu ihrer F\u00e4higkeit passt, diese Komplexit\u00e4t langfristig zu steuern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeitwirtschaft ist heute ein weitgehend ausgereifter Markt. 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