Einer aktuellen Studie von McKinsey zufolge müssen bis 2030 fast 40 % der Arbeitnehmer neue Fähigkeiten erwerben, um auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.[1] Tatsächlich revolutioniert KI die Prozessautomatisierung für repetitive, wenig wertschöpfende Aufgaben und schafft so Zeit für höherwertige Tätigkeiten. Diese Transformation hat das Potenzial, alles zu verändern. Doch jenseits aller Befürchtungen bieten sich echte Chancen, die es zu nutzen gilt!
Künstliche Intelligenz ist weit mehr als nur ein Ersatzwerkzeug; sie wirkt als Katalysator für die Neudefinition und das Umdenken menschlicher Rollen. Sie fördert Kreativität, erleichtert die Zusammenarbeit und eröffnet neue Perspektiven in verschiedensten Bereichen, von den Naturwissenschaften über die Künste bis hin zum Personalwesen.
Um diese Chancen voll auszuschöpfen, ist jedoch eine umfassende Weiterbildung unerlässlich, die sich auf Fähigkeiten wie kritisches Denken, Anpassungsfähigkeit und den sicheren Umgang mit digitalen Technologien konzentriert.[2]
Diese Situation sollte nun die oberste Priorität für Personalleiter haben…
WAS ERGEBT DIE MCKINSEY-STUDIE FÜR FRANKREICH?
Ein massiver Wandel der Berufe und ein dringender Bedarf an Umschulung
Der Bericht hebt mehrere wichtige Punkte hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf die Qualifikationen in Frankreich hervor. Er betont, dass KI bis 2030 bis zu 27 % der heutigen Aufgaben automatisieren könnte, ein Wert, der in bestimmten Branchen bis 2035 sogar 45 % erreichen könnte.
Diese Automatisierung erfordert einen massiven Umschulungsaufwand mit Schwerpunkt auf kritischem Denken, Teamfähigkeit und technischen Kompetenzen.
KI führt tatsächlich zu einer erhöhten Nachfrage nach spezifischen Qualifikationen:
- Kritisches Denken und komplexe Problemlösungskompetenz: unerlässlich für die Zusammenarbeit mit KI in dynamischen Kontexten.
Beispiel: Ein Personalverantwortlicher, der KI zur Vorauswahl von Kandidaten einsetzt, muss die Vorschläge des Systems analysieren. Er muss etwaige Verzerrungen in den Ergebnissen erkennen und die Kriterien anpassen, um einen inklusiven und fairen Einstellungsprozess zu gewährleisten.
- Zusammenarbeit und zwischenmenschliche Fähigkeiten: Menschliche Interaktionen und der Umgang mit Emotionen spielen eine zunehmend wichtige Rolle.
Beispiel: Ein Personalmanager, der mit multikulturellen Teams arbeitet, muss KI-Tools einsetzen, um Daten zur Mitarbeiterbindung zu analysieren. Anschließend muss er Workshops organisieren.
- Die Beherrschung technischer Fähigkeiten: Das Verständnis und die Anwendung technologischer Werkzeuge werden in nahezu allen Branchen immer wichtiger.
Beispiel: Ein Lohnbuchhalter muss KI-basierte HRIS-Software beherrschen, um komplexe Lohnabrechnungen zu automatisieren und potenzielle Fehler zu erkennen, und gleichzeitig die Einhaltung der sich ständig weiterentwickelnden Sozial- und Steuervorschriften gewährleisten.
Makroökonomische Herausforderungen speziell für Frankreich
Die Studie hebt zudem die spezifischen makroökonomischen und strukturellen Herausforderungen Frankreichs hervor…
- Produktivitätsrückgang: Die französische Produktivität wächst langsamer als die ihrer europäischen Nachbarn und der USA. Dies beeinträchtigt unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und das nationale Wirtschaftswachstum.
- Schrumpfende Erwerbsbevölkerung: Die alternde Bevölkerung führt zu einem Rückgang der verfügbaren Arbeitskräfte und verschärft die Spannungen auf dem Arbeitsmarkt.
- Zunehmende Spannungen auf dem Arbeitsmarkt: Unternehmen haben Schwierigkeiten, in Schlüsselbranchen Fachkräfte zu rekrutieren. Verschärft wird diese Situation durch die Qualifikationslücke zwischen verfügbaren und benötigten Qualifikationen.
Differenzierte Auswirkungen je nach Sektor
Künstliche Intelligenz (KI) erweist sich als Lösungsansatz für diese Herausforderungen. Sie bietet leistungsstarke Werkzeuge zur Steigerung der betrieblichen Effizienz, zur Erweiterung menschlicher Fähigkeiten und zur Förderung von Innovationen. In Frankreich verläuft ihre Einführung jedoch langsamer, da man dort vorsichtig vorgeht und auf gesellschaftliche Akzeptanz sowie die schrittweise Umsetzung von Veränderungen achtet.
Die Situation variiert jedoch je nach Branche…
- Technologie- und Finanzbranche: Diese Sektoren haben KI dank massiver Investitionen und einer gut etablierten Technologiekultur in einem nachhaltigen Tempo adaptiert.
- Gesundheitswesen und Einzelhandel: Diese Sektoren entwickeln sich zwar langsamer, bieten aber erhebliches Potenzial für die Automatisierung bestimmter Funktionen. Im Gesundheitswesen kann KI die Diagnose durch die Analyse medizinischer Bilddaten verbessern und personalisierte Behandlungen ermöglichen. Im Einzelhandel wird sie eingesetzt, um Lagerbestände zu optimieren, die Nachfrage vorherzusagen und das Kundenerlebnis durch personalisierte Empfehlungen zu verbessern.
PERSPEKTIVEN UND EMPFEHLUNGEN
Französischen Unternehmen kommt angesichts der KI eine zentrale Rolle zu. Obwohl 80 % der Unternehmen KI bereits in mindestens einen Bereich integriert haben, setzen nur 8 % sie flächendeckend ein.
Die größten Hürden? Der Schutz geistigen Eigentums, das Risiko von KI-bedingten Fehlern und die geringe technologische Reife.
Um die Chancen der KI voll auszuschöpfen, lassen sich verschiedene Empfehlungen aussprechen…
- Investitionen in Weiterbildung: Unternehmen müssen Weiterbildungsprogramme organisieren, um ihren Mitarbeitern den Erwerb von KI-Kenntnissen wie Datenanalyse oder die Beherrschung technologischer Werkzeuge zu ermöglichen.
- Arbeitsmodelle überdenken: Es geht nicht nur um Automatisierung, sondern um eine grundlegende Transformation von Prozessen. Dazu gehört die Überprüfung von Arbeitsmethoden, um KI besser zu integrieren, beispielsweise durch die Einführung von Hybridmodellen, die Mensch und Maschine kombinieren.
- Zusammenarbeit mit dem Ökosystem: Partner, Mitarbeitende und öffentliche Institutionen werden zusammengebracht, um einen gerechten Übergang zu gewährleisten. Unternehmen können sich branchenspezifischen Initiativen anschließen, um Ressourcen zu bündeln, bewährte Verfahren auszutauschen und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln.
- Wertschätzung des Humankapitals: Die Transformation beschränkt sich nicht auf die Integration von Technologien, sondern zielt darauf ab, den Menschen in den Mittelpunkt von Projekten zu stellen, um eine nachhaltige und integrative Zukunft zu schaffen.
ACT-ON GROUP: WIR STELLEN UNSERE EXPERTISE IN DEN DIENST IHRER DIGITALEN TRANSFORMATION!
Bei ACT-ON GROUP lautet unser Leitprinzip und unsere Marktpositionierung „HumanTech“. Wir sind überzeugt, dass die digitale Transformation von Unternehmen durch KI vorangetrieben wird. Unsere Expertise basiert auf vier Geschäftsbereichen: HRIS, STRATEGIE, DATEN und TECHNOLOGIE. Jeder Bereich leistet einen spezifischen Beitrag, um unsere Kunden in dieser einzigartigen technologischen Revolution zu unterstützen:
- Wir unterstützen Führungskräfte bei der Entwicklung strategischer Pläne, um ihre Geschäftsziele mit der KI-Integration in Einklang zu bringen.
- Wir implementieren intelligente Lernplattformen, die Trainingspfade an die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen.
- Wir bieten spezifische Tools für die Gehaltsabrechnung und Zeiterfassung mit einem pädagogisch fundierten und praxisorientierten Ansatz, um Unternehmen bei ihrer Transformation zu unterstützen.
- Wir konsolidieren, strukturieren und nutzen Ihre HR-Daten für fundierte Entscheidungen und reibungslosere Kollaborationsprozesse, insbesondere mit unserer Lösung DATA for people.
- Wir entwickeln spezifische Plattformen mit KI oder fortschrittlichen Automatisierungstools, die den Aufwand für wiederkehrende Aufgaben reduzieren und es Teams ermöglichen, sich auf wertschöpfende Projekte zu konzentrieren.
Künstliche Intelligenz ist weit mehr als nur ein technologischer Fortschritt: Sie stellt eine beispiellose Chance dar, den Arbeitsmarkt neu zu erfinden und auf die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen Frankreichs zu reagieren.
Dieser Übergang erfordert jedoch ein koordiniertes Vorgehen und ein starkes Engagement von Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Sozialpartnern.
Bei ACT-ON GROUP sind wir der festen Überzeugung, dass der Erfolg dieser Transformation von einem ausgewogenen Ansatz zwischen technologischer Innovation und der Entwicklung von Humankapital abhängt.
Als strategischer Partner stellen wir unser Fachwissen und maßgeschneiderte Lösungen zur Verfügung, um Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen und gleichzeitig nachhaltige Chancen für ihre Mitarbeiter und ihr Ökosystem zu schaffen.
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[1] L’IA et l’évolution des compétences en France, Institut de l’entreprise, McKinsey & Company, Déc. 2024.
[2] IA et RH : quels impacts sur la gestion des compétences en 2024 ?, Culture RH, Janv. 2024.
