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Kompetenzmanagement: Unternehmens-, individuelle und Marktvision… ein zentrales Dreigestirn für nachhaltige Transformation

5/12/2023
In einem zunehmend wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt erfordert die Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte einen Strategiewechsel. Gehalt und Zusatzleistungen allein genügen nicht mehr! Mitarbeiter suchen heute nach Entwicklungsmöglichkeiten in einem Umfeld, das ihr Wachstum fördert. Hier wird ein effektives Kompetenzmanagement zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor.
INVESTITIONEN IN KOMPETENZEN ZUR NEUGESTALTUNG DES MITARBEITERERLEBNISSES

Kompetenzmanagement beinhaltet zwangsläufig die Identifizierung und Bewertung von Kompetenzen. Durch einen stärker personalisierten Ansatz geht Kompetenzmanagement über die bloße Anerkennung von Fähigkeiten und Zertifizierungen hinaus. Es zielt darauf ab, die Wünsche, Ambitionen und individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters zu verstehen.

Diese veränderten Erwartungen unterstreichen die Bedeutung von Transparenz und offener Kommunikation im Kompetenzmanagementprozess. Unternehmen sind heute gefordert, einen kontinuierlichen Dialog mit ihren Mitarbeitern zu führen, um deren sich wandelnde Bedürfnisse zu verstehen und Entwicklungspläne entsprechend anzupassen. Entwicklungspfade werden nicht mehr einfach vorgegeben, sondern gemeinsam gestaltet, wodurch Mitarbeiter ermutigt werden, eine aktive Rolle in ihrer eigenen Weiterentwicklung zu übernehmen.

Führungskräfte stärken: Der Schlüssel zum Erfolg!

Die Einbindung von Führungskräften ist für diesen Transformationsprozess unerlässlich. Ohne die Weiterentwicklung von Prozessen und die Bereitstellung angemessener Unterstützung kann er nicht gelingen. Führungskräfte gestalten die Bedarfsanalyse der Kompetenzen. Durch einen kontinuierlichen Dialog bringen sie die Beiträge der Mitarbeitenden mit den strategischen Zielen in Einklang.

Der privilegierte Zugriff auf verwertbare Daten ermöglicht es ihnen, ihren Teams relevantes und konstruktives Feedback zu geben. Personalisierte Dashboards, prädiktive Analysen und Feedback-Tools erleichtern die präzise Identifizierung prioritärer Entwicklungsbereiche und fördern so die Entwicklung, Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit. In Zusammenarbeit mit der Personalabteilung geht dieser Dialog über die reine Ermittlung vorhandener Kompetenzen hinaus und umfasst die proaktive Planung des Erwerbs neuer Kompetenzen und die Erschließung von Karriereentwicklungsmöglichkeiten.

DIE STÄRKE EINES OFFENEN MODELLS DANK KÜNSTLICHER INTELLIGENZ

Unternehmen stehen vor der Herausforderung eines starren, hierarchisch strukturierten Kompetenzmanagements, das häufig durch rechtliche Vorgaben diktiert wird. Mit dem Aufkommen künstlicher Intelligenz (KI) und ihres offenen Modells erlebt das Kompetenzmanagement einen radikalen Wandel. Es ermöglicht die Erfassung umfassender, marktweiter Informationen, die auf die spezifischen Herausforderungen des Unternehmens abgestimmt sind. Dies revolutioniert die Erstellung und Pflege von Kompetenzdatenbanken und bietet beispiellose Agilität in einem sich ständig verändernden Umfeld.

KI erleichtert die Erkennung neuer Kompetenzen und liefert klare Einblicke in zukünftige Bedarfe. Durch die Integration eines dynamischen, partizipativen Ansatzes ermutigt das Modell Mitarbeitende, ihre individuellen Kompetenzen hervorzuheben und so eine fundiertere Expertise-Landkarte zu erstellen. Dieser Ansatz fördert eine umfassendere Sicht auf die Kompetenzen im Unternehmen. Dank KI entstehen personalisierte Empfehlungen – ob für Weiterbildungen, Karrierewege oder Aufstiegschancen –, die eine Synergie zwischen den individuellen Zielen der Mitarbeitenden und den strategischen Zielen des Unternehmens schaffen. Kurz gesagt: eine Win-Win-Situation!

SYNERGIE ZWISCHEN „BOT-UP“ UND „TOP-DOWN“: DER SCHLÜSSEL ZU NACHHALTIGEM KOMPETENZMANAGEMENT

Um die Effektivität und Nachhaltigkeit des Modells zu gewährleisten und negative Folgen zu vermeiden, liegt der Erfolg dieser Veränderung in der Schaffung von Synergien mit bestehenden Praktiken, anstatt parallele Prozesse zu implementieren. Der Bottom-up-Ansatz muss in Verbindung mit allen bestehenden Diensten und Organisationen betrachtet werden, um eine reibungslose Einführung und einen Mehrwert für das Unternehmen sicherzustellen.

Diese neue Form der funktionsübergreifenden Zusammenarbeit bietet die Möglichkeit, die Stärken aller Beteiligten optimal zu nutzen und das Kompetenzmanagement als wesentlichen Wachstumstreiber für das Unternehmen zu positionieren. Durch diesen hybriden Ansatz, der sich auf die drei Säulen „Unternehmen“, „Individuum“ und „Marktvision“ konzentriert und die Führungskraft in den Mittelpunkt des Prozesses stellt, wird das Kompetenzmanagementmodell zu einem strategischen Partner für das Unternehmen. So kann es effektiv und proaktiv auf aktuelle Bedürfnisse reagieren und gleichzeitig zukünftige Marktentwicklungen und Kompetenzanforderungen agil antizipieren.

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